Aktuelle Steueränderungen

Aktuelle Steueränderungen

Die im Rahmen des 2. Corona-Steuerhilfegesetzes beschlossen befristete Umsatzsteuersenkung, werden zum 1.1.2021 wieder angehoben. Damit erhöht sich der reguläre Steuersatz ab dem 1.1.2020 wieder von 16 % auf 19 %, der ermäßigte Steuersatz von 5 % auf 7 %.

Eine Sonderregelung gilt für die Gastronomie. Diese profitiert (weiterhin) noch bis zum 30.6.2021 von der branchenspezifischen Umsatzsteuersenkung bei dem Vor-Ort-Verzehr von Speisen (ohne Getränke!). Hier gilt der ermäßigte Steuersatz von 7%.

Der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Einkommensteuer entfällt nun für die meisten Steuerzahler.

Der Grundfreibetrag steigt auf 9.744 € 2021.

Das Kindergeld erhöht sich um 15 € monatlich. Parallel erhöhen sich der Kinderfreibetrag und auch der Betreuungsfreibetrag auf jetzt insgesamt 8.388 € pro Kind.

Die Behindertenpauschbeträge verdoppeln sich.

Die durch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz eingeführte Erhöhung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende auf 4.008 € bleibt dauerhaft bestehen.

Der Pflegepauschbetrag wird schon ab Pflegestufe 2 gewährt (600 €). Ab dem Pflegegrad 3 beträgt er 1.100 €, die bisherigen Pflege-Pauschbeträge bei den Pflegegraden 4 und 5 werden erhöht von 924 € auf 1.800 €.

Der sog. Übungsleiterfreibetrag und der Ehrenamtsfreibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG bzw. § 3 Nr. 26a EStG werden auf 3.000 € bzw. 840 € erhöht.

Die Pendlerpauschale erhöht sich ab dem 21. Kilometer von 30 Cent auf 35 Cent.

Für den Zeitraum vom 1.1.2020 bis zum 31.12.2021 kann nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 4 EStG nF für jeden Kalendertag pauschal 5 €, höchstens 600 € im Wj./ Kj., an dem der Stpfl. seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit ausschließlich in der häuslichen Wohnung/ im Home Office ausübt, als Betriebsausgabe oder Werbungskosten abgesetzt werden (Sonderregelung für Home Office).

Die Grenze für vereinfachte Zuwendungsbescheinigungen (Spenden) wird von 200 € auf 300 € erhöht. Bis zu dieser Grenze wird die Spende per Kontoauszug anerkannt.

Die vorgesehene Betriebsgrößengrenze (Gewinn von 150.000 €) für den Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG ist auf 200.000 € erhöht worden.

Die Steuerbefreiung für Corona-Steuerhilfen nach § 3 Nr. 11a EStG (Corona Prämie) wird für Arbeitslohnzuflüsse bis zum 30.6.2021 verlängert.

Die Sachbezugsfreigrenze in § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG wird ab 2022 von 44 € auf 50 € erhöht.

Die bisherige Grenze von 66 % der ortsüblichen Miete wird auf 50% herabgesetzt bei Vermietung an Angehörige. Voraussetzung ist ein Nachweis, dass in künftigen Jahren mit der Vermietung an die Angehörigen Gewinn erzielt wird (Prognoserechnung über 30 Jahre). Nur dann ist der volle Werbungskostenabzug möglich.

Für die Jahre 2020 und 2021 kann eine degressive Abschreibung für Abnutzung (AfA) mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA und maximal 25 % Prozent pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens geltend gemacht werden (§ 7 Abs. 2 EStG) eingeführt worden.

Kommentare sind geschlossen.